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Traumpfade 2002

Zunächst mal haben wir uns total gefreut, dass eine so große Gruppe (25 Personen + Betreuer) behinderter Menschen teilgenommen hat und offensichtlich äußerst viel Spaß hatte. Die Gruppe setzte sich aus Bewohnern des Sankt Laurentius Heimes Herxheim, des Paulus-Stiftes Landau sowie Bediensteten der Südpfalzwerkstatt Offenbach und somit ganz unterschiedlichen Altersgruppen zusammen.

Auch im Nachhinein bestätigten uns unter anderem die Betreuer Anja Jung (Paulus-Stift) und Christof Müller (Südpfalzwerkstatt), dass es für ihre Leute ein tolles und unvergessliches Erlebnis war. "Als ich montags zur Arbeit kam, haben mich alle umarmt und gefragt, wann wir das nächste Mal zelten gehen" teilte uns Christof zwei Wochen später mit.

Außerdem haben wir erlebt, wie viel Spaß das gemeinsame Unternehmen mit den Behinderten gemacht hat und wie unkompliziert und selbstverständlich ein Miteinander stattfand. Und nicht nur das, sondern vor allem können wir auch eine Menge von ihnen lernen: "Es war soooo schön!!!", so der Kommentar eines Teilnehmers am Freitagabend, als die einzelnen Hike-Gruppen von ihren Erlebnissen des Tages berichten sollten. Damit waren die behinderten Menschen die einzigen, die den Mut hatten ohne großes Nachdenken, aus vollem Herzen einfach das zu sagen, was sie empfunden haben. Wie auch alle anderen haben sie ohne Probleme an den verschiedensten Workshops und Hikes teilgenommen. Dadurch gab es bei fast allen Unternehmungen total gemischte Gruppen aus behinderten und nicht behinderten Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, was erst die einzigartige Atmosphäre des Wochenendes aufkommen ließ.

Vom DAK- Behindertenarbeit gab es ein Snoezelen-Zelt, das für alle jederzeit zur Verfügung stand. Man hatte die Möglichkeit, mit allen Sinnen wahrzunehmen: Hören (z. B. Klangspiele), sehen (z. B. bunte Tücher), riechen (z. B. Duftlampen) und fühlen (z. B. Luftballonbett), oder sich einfach nur gemütlich in der Wohlfühlecke der Jurte zwischen unzähligen Decken und entspannender Musik niederzulassen, wenn man eine Pause vom Traumpfade-Trubel brauchte. Allerdings war das Genießen hier nach dem ersten Tag ein wenig eingeschränkt, da der Matsch angesichts des Wetters von Stunde zu Stunde ein wenig zunahm.

Am Samstag gab es von "Black Gouda" einen Sinnesworkshop, bei dem zuerst mit Spielen die verschiedenen Sinne gefragt waren. Nach einer Proberunde "Hör- und Fühlmemory" ging es dann ans Basteln und die einzelnen Teilnehmer konnten sich ihr persönliches „Sinnesmemory" mit nach Hause nehmen. Das zur Verfügung stehende Material wurde außerdem noch zu kreativen Rasta-Mehlmännern aus Luftballons oder zu Jonglierbällen verwandelt.

Insgesamt war das Wochenende aus unserer Sicht ein voller Erfolg, wir hatten selbst auch unheimlich viel Spaß und haben Lust bekommen auf viele neue Aktionen. Übrigens ist den Behinderten jede Abwechslung vom Alltag willkommen und sie freuen sich immer, wenn Gruppen auf sie zukommen und sie zu ihren Aktionen einladen. Also, wenn ihr was vorhabt, ladet einfach mal 'ne Gruppe ein, sie bringen ihre eigenen Betreuer mit und es hat sich gezeigt, wie einfach das Zusammensein ist, und vor allem, wie viel mehr Spaß man haben kann! Bei Fragen könnt ihr euch gerne an uns wenden.

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